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Die pädagogische Insel

Darstellung der Pädagogischen Insel an der Grundschule Meldorf

Ausgangslage:
Seit mehreren Jahren beobachtet das Lehrerkollegium eine ständig steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf. Viele Kinder leiden zunehmend an Störungen physischer und psychischer Art und/oder sind in der Entwicklung ihrer sozialen und emotionalen Kompetenzen teilweise erheblich gestört. Oftmals können die betroffenen Kinder aufgrund der Belastungen dem Unterricht nicht oder nur teilweise folgen. Dieses führt zudem häufig zu einer verstärkt auftretenden Problematik von Konflikten und Störungen im Unterricht oder in den Pausenzeiten.

Ziele:
Die „Pädagogische Insel“ unterstützt Schülerinnen und Schüler und auch Lehrkräfte in diesen schwierigen Situationen. Schülerinnen und Schüler, die nicht durchgängig dem Unterricht folgen können oder emotional stark belastet sind, werden von einer pädagogischen Fachkraft betreut. Zielsetzung ist hierbei, sie soweit in ihren Kompetenzen zu stärken, so dass sie möglichst schnell wieder am Unterricht teilnehmen können. Im Einzelfall werden Kinder im Unterricht von der Mitarbeiterin der „Pädagogischen Insel“ begleitet, um sie in ihrem Lernen zu unterstützen.
Die Intentionen der Betreuung liegen vorwiegend darin, dass das Kind
•    die Freude am Unterricht wiedererlangt
•    eine Rückzugsmöglichkeit in der Krisensituation erhält
•    die Möglichkeit erhält, über seine Probleme zu sprechen
•    in die Lage versetzt wird, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten (z.B. Wiedergutmachung).
•    die Schule als sozialen Lebensraum erfährt und anzunehmen lernt
•    eine Förderung der sozial-emotionalen, sprachlich-kommunikativen sowie senso-motorischen Kompetenzen erfahren kann.

Personal:
Leiter der „Pädagogischen Insel“ der Grundschule Meldorf ist der staatlich anerkannte Erzieher Christoffer Kuhrt. Praktikanten der Erzieherfachschule sind herzlich willkommen. Träger der pädagogischen Insel ist die Iuvo gemeinnützige GmbH, eine Tochter der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie, die mehrere Schulprojekte in Schleswig-Holstein unterstützt.
Die „Pädagogische Insel“ kooperiert mit folgenden Institutionen:
•    Familienberatungsstelle der Diakonie Dithmarschen
•    Regionaler Sozialer Dienst Mitte
•    -dem Offenen Ganztag der Grundschule Meldorf
•    den Schulsozialarbeitern anderer Grundschulen sowie der Gemeinschaftsschule Meldorf und der Gelehrtenschule Meldorf
•    Berufsbildungszentrum Dithmarschen, Abteilung Sozialpädagogik

Arbeit der „Pädagogischen Insel“ und ihre Ziele:
Vorrangig bietet die „Pädagogische Insel“ die Möglichkeit, nach einer eskalierenden Situation dem Kind eine Rückzugsmöglichkeit zu schaffen, um emotional und körperlich zur Ruhe zu kommen. Darüber hinaus finden je nach Bedarf des Kindes und Rücksprache mit der Lehrkraft Gespräche statt, deren Inhalte Probleme und Ängste des Kindes, eigenes Verhalten und Emotionen, Regeln des täglichen Miteinanders wie auch Konzentrations- und Lernschwierigkeiten sein können.Es werden gemeinsam Lösungen gesucht und Möglichkeiten besprochen, wie das Kind zukünftig mit solchen Situationen umgehen kann.
Auch Stillarbeit in Form der Bearbeitung von Arbeitsbögen kann Inhalt der „Pädagogischen Insel“ sein. Wie lange ein Kind in der Insel verbleibt, ist vom Einzelfall abhängig. Ziel ist stets, das Kind so zu stärken, dass es nach kürzester Zeit wieder am Unterricht teilnehmen kann. Dazu kann es erforderlich sein, dass die pädagogische Fachkraft das Kind zeitweise im Unterricht begleitet. Wichtig ist darüber hinaus ein Austausch mit der jeweiligen Lehrkraft zur „Übergabe“, Reflexion und Fallbesprechung. Vor dem Aufenthalt des Kindes in der „Pädagogischen Insel“ wird besprochen, mit welcher Zielsetzung sich das Kind in der Insel aufhalten soll/möchte, nach dem Aufenthalt gibt die pädagogische Fachkraft der Lehrkraft eine Rückmeldung über die Ergebnisse („Übergabe“). Bei Bedarf findet - insbesondere bei wiederkehrenden (Vor-) Fällen - eine gemeinsame Fallbesprechung statt.

Darüber hinaus bietet die „Pädagogische Insel“ noch viele andere Angebote, die von den Schülerinnen und Schülern im Bedarfsfalle genutzt werden können:
•    Boxsack für den Abbau von Aggressionen
•    gemütliche Ruhezone mit einem Sitzsack und einem Sofa
•    Bücherecke
•    Spielecke mit einem Straßenteppich, Spielzeug, Gesellschaftsspiele, u.v.m.


Aufgrund der personellen Situation hat jedes teilnehmende Kind feste Inselzeiten. Zu Beginn des Schuljahres entscheiden die Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit dem Inselteam, welche Kinder die Insel im kommenden Schuljahr besuchen werden. Diese Kinder erhalten jeweils eine feste Inselstunde. Zur Förderung der sozial-emotionalen Wahrnehmung wird oft in altershomogenen Kleingruppen mit 3-5 Schülern gearbeitet. Auch „Notfälle“ können die Insel spontan aufsuchen. Nach Absprache mit den Lehrkräften wird der Förderscherpunkt für das jeweilige Kind ermittelt. Zum Beispiel gibt es auch Einzelintensivstunden, Konfliktbewältigungstraining, Ruhe- und Entspannungstraining sowie Hilfe beim Anfertigen von Lernaufträgen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die „Pädagogische Insel“ in Zusammenarbeit mit den Lehrern als zusätzlichen Lernort zu nutzen, um individuell auf geschlechtsspezifische Lernthemen wie z.B. Mädchen – Jungenarbeit eingehen zu können. Alle Kinder der Schule sollen die „Pädagogische Insel“ als einen positiven Raum wahrnehmen.

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